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Trost-Orgel

Mechterstädt

Restaurierung 1994...95

Disposition:
Hauptwerk

Bordun 16'
Quintatön 16'
Principal 8'
Viola di Gamba 8'
Gedackt 8'
Octave 4'
Spielflöte 4'
Quinte 3'
Octave 2'
Cymbel 2fach
Mixtur 3fach
Cornett 3fach
Oberwerk

Hohlflöte 8'
Stillgedackt 8'
Principal 4'
Flauto 4'
Octave 2'
Waldflöte 2'
Sesquialtera 2fach
Mixtur 2fach
Salicional 8'
Pedal

Violon 16'
Subbaß 16'
Octavbaß 8'
Posaune 16'
Nebenzüge

Pedalwindkoppel
Manualschiebekoppel
Glockenspiel
Tremulant
3 Sperrventile

  • Tonhöhe: 492 Hz bei 15°C
  • Stimmung: A. Sorge 1764
  • Winddruck: 66mmWS

Die Orgel ist ein Spätwerk des Gothaer Hoforgelmachers Carl Christian Hoffmann, der Nachfolger von Christoph Thielemann war. Gepflegt wurde das Instrument zunächst durch Hoffmanns Schüler Langenhan, dann durch Friedrich und später Guido Knauff aus Tabarz. In dem Abnahmegutachten einer Reparatur von 1819 wird eine nicht erhaltene Vox humana erwähnt und bereits moniert. Ansonsten gibt es keine Unterlagen über Umdisponierungen. Das Pfeifenwerk kann als gewachsene Substanz betrachtet werden, im 20.Jhd. wurde nichts mehr verändert. Hoffmann scheint bereits Pfeifen der Vorgängerorgel integriert zu haben, eine eindeutige Zuordnung konnte jedoch nicht erfolgen. Erwähnenswert ist, daß hier auch die originalen Prospektpfeifen erhalten blieben. In den letzten Jahrzehnten wurde das Instrument nicht mehr gepflegt und verfiel zunehmend.
Es wurde beschlossen, die Orgel im vorgefundenen Zustand zu restaurieren, lediglich die ursprüngliche Tonhöhe wurde wieder hergestellt, so daß die Klaviaturen wieder die alte Position erhielten und die Töne C und Cs wieder vorhanden sind.

 

   

 

An den Windladen mußten Risse ausgespänt und alle Belederungen erneuert werden. Die Trakturen wurden sorgfältig restauriert, die drei großen Keilbälge völlig zerlegt und in traditioneller Weise neu geflechst und beledert. Erheblichen Aufwand verursachte auch die Restaurierung des z.T. stark beschädigten Pfeifenwerkes. Die technische Anlage ist unverändert. Die Windanlage besteht aus drei großen Spanbälgen.



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