Orgelbau Waltershausen GmbH
Gräfenhain

Gräfenhain

Restaurierung 1994…1996


Disposition:

Hauptwerk
Quintatön16′
Principal8′
Grobgedackt8′
Octava4′
Spiel Flaute4′
Quinta3′
Octava2′
Tertia1 3/5′
Mixtur 6fach2′
Trombetta8′
Brustwerk
Gedackt8′
Quintatön8′
Principal4′
Gedackt4′
Octava2′
Quinta1 1/3′
Octava1′
Mixtur 4fach
Pedal
Violonbaß16′
Subbaß16′
Octavenbaß8′gedeckt
Posaunbaß16′
Nebenzüge
Pedalkoppel
Manualschiebekoppel
Glockenspiel
2 Cymbelsterne
3 Sperrventile

Tonhöhe: 474 Hz bei 15°C

Stimmung: modifiziert mitteltönig

Winddruck: 70 mmWS


Die Orgel wurde 1728-31 gebaut von Johann Christoph Thielemann, priv. Hoforgelmacher zu Gotha. Aus der Bauzeit konnten keine Akten gefunden werden. 1805/06 ist eine Reparatur durch Ratzmann ohne detallierte Angaben überliefert. Erst aus dem Jahre 1957 gibt es Unterlagen über Arbeiten der Firma Heinze (Stadtilm). Da Thielemann seine Dispositionen nicht sehr stark variierte, geben die anderen erhaltenen Kontrakte, sowie die erhaltene Orgel in Grabsleben, relativ zuverlässig Auskunft. Bei mindestens zwei Umbauten wurde das Werk nur geringfügig verändert. Die Windanlage besteht aus einem Magazinbalg mit Schöpfer aus dem 19. Jahrhundert. Windladen und Trakturen sind nahezu unverändert erhalten, auch die Kaviaturen sind noch weitgehend original.

Rekonstruiert wurde die Schiebekoppel der Manuale. Die Registerschilder wurden bei der Rekonstruktion, gemäß einer Angabe Thielemanns in einem Kontrakt (Ichtershausen), in Zinn graviert. Rekonstruiert wurden Trombetta 8′, Octava 2′ BW, Quinta 1 1/2′, Tertia 1 3/5′ und Teile anderer Register, die Mechanik zum Glockenspiel, einige Glocken, sowie die Cymbelsterne.

Nähere Informationen über die Thielemannorgel, den „Freundeskreis Thielemannorgel Gräfenhain“ und aktuelle Konzert-Termine findet man hier.

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