Orgelbau Waltershausen GmbH
Waltershausen, Schloss Tenneberg

Waltershausen, Schloss Tenneberg


Manual C,Cs…c“‘
Principal4′Prospekt
Grobgedackt8′Holz, gedeckt
Quintatön8′Metall, gedeckt
Kleingedackt4′Metall, gedeckt
Octave2′Metall, offen
Quinta1 1/2′Metall, offen
Mixtur 3fach
Pedal C, Cs…c‘
Subbass16′Holz, gedeckt
Principalbass8′Holz, offen

Die Orgel in der Schlosskapelle Tenneberg erbaute der privilegierte Hoforgelmacher Christoph Thielemann im Jahre 1721.

Nach mündlichen Berichten soll die Orgel schon vor dem zweiten Weltkrieg nicht mehr spielbar und geplündert gewesen sein. In den schlechten Nachkriegsjahren ab 1945 wurden in der Bälgekammer von im Schloss untergebrachten Umsiedlern Kohlen gelagert und das Feuerholz fand sich gleich nebenan im Orgelgehäuse, wo nach und nach Holzpfeifen, Pfeifenstöcke und Schleifen, Pedaltasten und einige Mechanikteile abgebaut und verheizt wurden. Es blieb gerade so viel übrig, dass die Thielemann-Orgel noch gut rekonstruierbar war. Was die frierenden Schlossbewohner von der Orgel übrig ließen, war z. T. stark durch Anobien geschädigt. In dem feuchten Raumklima war vor allem Linden- und Tannenholz einem starken Befall ausgesetzt, so dass die Substanz auf das nun vorgefundene Maß zusammenschrumpfte.

Wohl bei der letzten Kirchenausmalung wurden die leeren Prospektfelder diskret mit einem roten Stoff bespannt und die Öffnungen für Manual- und Pedalklaviatur mit Brettern vernagelt und mit überstrichen.

Im Jahr 1998 erfolgte durch die Orgelbau Waltershausen GmbH eine erste Sichtung und Dokumentation der erhaltenen Substanz. Das Gehäuse wurde gereinigt und die Kleinteile in Kisten verpackt. Das Gehäuse und verschiedene Teile wurden gegen den Anobienbefall behandelt.

In den Jahren 2016/17 konnte die Restaurierung des Instruments erfolgen.

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